Flucht und Vertreibung im Medium Hörfunk. Annäherungen an eine terra incognita

Der NWDR-Reporter Günter Schwermer interviewt Ende der 1940er Jahre ein “Flüchtlingskind” in Norddeutschland. - Foto: (c) Schwermer. Forschungsstelle Mediengeschichte, Hamburg

Der NWDR-Reporter Günter Schwermer interviewt Ende der 1940er Jahre ein “Flüchtlingskind” in Norddeutschland. – Foto: (c) Schwermer. Forschungsstelle Mediengeschichte, Hamburg

Am 18. und 19. Juni fand in den Räumlichkeiten des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA) in Frankfurt am Main die Tagung „Rundfunkgeschichten von ‘Flucht und Vertreibung'“ statt (Programm). Ziel war es, Forscher unterschiedlicher Disziplinen sowie Rundfunkarchivare aus dem ganzen Bundesgebiet miteinander ins Gespräch zu bringen und neue Forschungen in diesem Themenbereich zu initiieren.

Das ist auch notwendig, denn die Thematisierung von Flucht und Vertreibung in den deutschen Hörfunkprogrammen ist bislang weder für die Besatzungszeit, noch für die Bundesrepublik, noch für die DDR systematisch erforscht worden — es handelt sich in weiten Teilen um eine terra incognita. Ein erster Forschungsüberblick, den ich für ein von Stephan Scholz, Maren Röger und Bill Niven herausgegebenes Handbuch der Medien und Praktiken der Erinnerung an Flucht und Vertreibung geschrieben habe, wird in Kürze erscheinen.[1]

Für den Weblog „Erinnerungskulturen“ der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (GS OSES) der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Regensburg habe ich zudem einen kleinen Bericht zur Tagung und deren — unbeachsichtigte, aber doch passende — zeitliche Nähe zum erstmals in Deutschland begangenen „Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ verfasst. Er ist hier zu finden.

[1] Hilgert, Christoph: Hörfunk, in: Scholz, Stephan/Röger, Maren/Niven, Bill (Hrsg.): Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung. Ein Handbuch der Medien und Praktiken, Paderborn 2015, S. 212-224. [update: das Handbuch ist im Juli 2015 erschienen]

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