Schlagwort-Archive: Rundfunkgeschichte

Flucht und Vertreibung im Medium Hörfunk. Annäherungen an eine terra incognita

Der NWDR-Reporter Günter Schwermer interviewt Ende der 1940er Jahre ein “Flüchtlingskind” in Norddeutschland. - Foto: (c) Schwermer. Forschungsstelle Mediengeschichte, Hamburg

Der NWDR-Reporter Günter Schwermer interviewt Ende der 1940er Jahre ein “Flüchtlingskind” in Norddeutschland. – Foto: (c) Schwermer. Forschungsstelle Mediengeschichte, Hamburg

Am 18. und 19. Juni fand in den Räumlichkeiten des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA) in Frankfurt am Main die Tagung „Rundfunkgeschichten von ‘Flucht und Vertreibung'“ statt (Programm). Ziel war es, Forscher unterschiedlicher Disziplinen sowie Rundfunkarchivare aus dem ganzen Bundesgebiet miteinander ins Gespräch zu bringen und neue Forschungen in diesem Themenbereich zu initiieren.

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Radio Hamburg – a station of the Allied Military Government

Vor 70 Jahren: Radio Hamburg geht auf Sendung

Als Colonel Prince Lieven, Major Paul A. Findlay und Captain Herbert am 4. Mai 1945 gegen 10 Uhr vor dem Funkhaus des Reichssenders Hamburg im Stadtteil Rotherbaum vorfuhren, fanden sie es weitgehend unzerstört vor. Am Vorabend war Hamburg nach langwierigen Verhandlungen kampflos an die britischen Truppen übergeben worden. Diese hatten schon einige Tage südlich der Elbe ausgeharrt und machten sich nun zielstrebig daran, mit dem „Military Government Detachment 609 (Land / Region) Hansestadt Hamburg“ und beigeordneten Facheinheiten die Regierungs- und Verwaltungsgeschäfte sowie die Medienlandschaft in der Freien und Hansestadt zu übernehmen.

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Sendeschluss für „Lord Haw-Haw“

Vor 70 Jahren, am 30. April 1945 war Schluss. Im Hamburger Hotel „Vier Jahreszeiten“ wurde die letzte Ausgabe der speziell an britische Hörer gerichteten deutschen Propagandasendung „Germany Calling“ mit William Joyce aufgezeichnet und am Abend über die noch intakten Kurzwellen-Sendeanlagen des Reichssenders Hamburg ausgestrahlt.

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EMHIS-network went to Rome

As a member of the „Entangled Media Histories„-network (EMHIS) I have had the pleasure to be part of its delegation to visit the EUscreenXL-Conference „From Audience to User: Engaging with Audiovisual Heritage Online“ that took place 30.-31.  October in Rome. In particular, we were busy in networking with other scholars, archivists and research networks dealing with transnational broadcasting history.

EMHIS-delegation in Rome at EUscreenXL-Conference 2014

EMHIS-delegation in Rome at EUscreenXL-Conference 2014

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Halleluja! „Genome“ ist da!

Endlich! Das ambitionierte Projekt zur Digitalisierung der Programmankündigungen in der von der British Broadcasting Corporation (BBC) herausgegebenen Programmzeitschrift „Radio Times“ – gewissermaßen der britischen „HörZu“ – hat dieser Tage heimlich, still und leise sein Ziel erreicht. Am 15. Oktober 2014 meldete die BBC in ihrem „About the BBC Blog“ Vollzug und stellte eine Beta-Version der für diesen Zweck neu geschaffenen Datenbank „Genome“ der interessierten Öffentlichkeit vor.

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Initiative zur Erschließung von Quellen der US-Radiogeschichte

Anfang des Jahres ist in den Vereinigten Staaten die Radio Preservation Task Force (RPTF) entstanden, die sich um eine systematische Erschließung, Bewahrung und wissenschaftliche Nutzung der im Lande verstreuten Sammlungen und Archivbestände der US-Rundfunkgeschichte bemühen soll. Zweifelsohne handelt es sich hierbei um eine  vorbildliche Initiative, deren Arbeit nähere Beachtung verdient! Die ersten Ergebnisse der Arbeit sollen ab 2015 zur Verfügung stehen.

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Rezensiert: Das Gedächtnis des Rundfunks

Meine Besprechung des Bandes

MARKUS BEHMER/BIRGIT BERNARD/BETTINA HASSELBRING (Hg.): Das Gedächtnis des Rundfunks. Die Archive der öffentlich-rechtlichen Sender und ihre Bedeutung für die Forschung, Wiesbaden: Springer VS, 2014, 464 S., 49,99 € (Softcover), 39,99 € (eBook)

für die Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ist da! Veröffentlicht wurde sie just in Band 101 / 2014 / Heft 3 (pdf).

Das Buch gibt einen guten Überblick über die Archivlandschaft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Bundesrepublik. Die primär für innerbetriebliche Zwecke eingerichteten Archive und Sammlungen in den Rundfunkanstalten sind aus allerlei formalen sowie (durchaus nachvollziehbaren!) praktischen Gründen traditionell nur eingeschränkt öffentlich zugänglich; wobei auch die Nutzung für wissenschaftliche Zwecke verschiedentlich auf Schwierigkeiten stieß/stößt.

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