Rezensiert: Das Gedächtnis des Rundfunks

Meine Besprechung des Bandes

MARKUS BEHMER/BIRGIT BERNARD/BETTINA HASSELBRING (Hg.): Das Gedächtnis des Rundfunks. Die Archive der öffentlich-rechtlichen Sender und ihre Bedeutung für die Forschung, Wiesbaden: Springer VS, 2014, 464 S., 49,99 € (Softcover), 39,99 € (eBook)

für die Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ist da! Veröffentlicht wurde sie just in Band 101 / 2014 / Heft 3 (pdf).

Das Buch gibt einen guten Überblick über die Archivlandschaft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Bundesrepublik. Die primär für innerbetriebliche Zwecke eingerichteten Archive und Sammlungen in den Rundfunkanstalten sind aus allerlei formalen sowie (durchaus nachvollziehbaren!) praktischen Gründen traditionell nur eingeschränkt öffentlich zugänglich; wobei auch die Nutzung für wissenschaftliche Zwecke verschiedentlich auf Schwierigkeiten stieß/stößt.

Das von Behmer/Bernard/Hasselbring herausgegebene Handbuch hat sich zum Ziel gesetzt, die Gegebenheiten zu erläutern und informationelle Hilfestellungen zu geben. Idealiter lässt sich dadurch manches Missverständnis ausräumen. Zudem bringt der Band Archivare und Dokumentare systematisch mit Forschern unterschiedlicher Disziplinen ins Gespräch. Insofern kann es auch als Reaktion auf die unter anderem während des 49. Deutschen Historikertags in Mainz artikulierte Kritik der Geschichtswissenschaft verstanden werden, die für einheitliche Regelungen sowie besseren Zugang plädiert und diesbezüglich etwa das Schreckensszenario einer „Zeitgeschichte ohne Quellen“ entworfen hatte (Vgl. etwa den H-Soz-u-Kult-Bericht von Kirsten Moritz). Flankiert wird der Band durch die zwischenzeitliche Verabschiedung einheitlicher, verbindlicher Regeln für den Zugang von Wissenschaft und Forschung zum Archivgut der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – momentan leider noch exklusive des Zweiten Deutschen Fernsehens! – und des Deutschen Rundfunkarchivs durch eine Archivleiterkonferenz Ende Oktober 2013 in Hamburg (Siehe die entsprechende ARD-Pressemitteilung und die Dokumentation auf H-Soz-u-Kult).

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